Malaria und Moskitonetze
Malaria leitet sich von dem italienischen Begriff mala aria ab und bedeutet ,schlechte Luft'. Die Krankheit wird von Parasiten hervorgerufen, die durch eine weibliche Stechmücke auf den Menschen übertragen werden können. Die Ausbreitung von Malaria korrelliert mit der Temperaturverteilung auf der Erde. Auch wenn die Anopheles-Mücke, die den Parasiten übertragen kann, auf allen Erdteilen vorkommt, wird die Infektionskrankheit durch ein warmes oder feuchtes Klima begünstigt. Die Hauptverbreitungsgebiete sind neben Afrika auch das Amazonasgebiet und Südostasien.
Einige der Symptome der Malaria sind hohes und wiederkehrendes Fieber, Schüttelfrost sowie Magen-Darm Beschwerden. Insbesondere bei Kindern führt die Krankheit, wenn sie nicht behandelt wird, schnell zum Tod, da sie in der Regel nicht so widerstandsfähig sind und die Gefahr besteht, dass Symptome missgedeutet werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich knapp eine Million Menschen an Malaria, wobei die Hälfte aller Todesfälle Kinder unter fünf Jahren sind. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird auf 300–500 Millionen Fälle geschätzt und 90 % der Erkrankten leben auf dem afrikanischen Kontinent. |
In Afrika stirbt alle 45 Sekunden ein Kind an Malaria. Die Krankheit ist verantwortlich für 20% aller Todesfälle unter Kindern. - Image Paul Jones |
Malaria in Sambia
Das Risiko an Malaria zu erkranken ist in Sambia sehr hoch. In den letzten Jahren sind die Verbreitung und somit auch die Todesfälle, ausgelöst durch die Malaria, stark zurückgegangen. Dies war nur möglich durch eine breit angelegte Kampagne und die Verteilung von mit Insektiziden behandelten Moskitonetzen, unter denen die Menschen schlafen. Diese verhindern, dass die nachtaktive Anopheles-Mücke mit ihrem Stich den Malariaparasiten auf den Menschen überträgt.
Moskitos und Malaria
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Malaria ist eine gefährliche Erkrankung. Sie befällt jährlich etwa 4 Millionen Menschen in Sambia und verursacht fast 8.000 Todesfälle pro Jahr. Kleinkinder unter 5 Jahren sind am anfälligsten: Trotz aller Fortschritte fallen auf diese Altersgruppe 50% aller malariabedingten Todesfälle. Damit gehört der Parasit in Entwicklungsländern zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern. Weitere 20% aller Todesfälle, die auf den Parasiten zurück zu führen sind, sind unter Müttern und schwangeren Frauen zu beklagen. |
Zur Behandlung von Malaria gibt es weltweit wirksame Medikamente. Armut jedoch ist ein Grund, warum trotzdem noch so viele Menschen an der Krankheit sterben. Obwohl in ländlichen Gebieten die Gesundheitsversorgung oft sehr billig oder sogar umsonst ist, sind die Betroffenen mit indirekten Kosten, wie dem Transport, konfrontiert und können daher keine Behandlung in einem häufig sehr weit entfernten Krankenhaus wahrnehmen.
Auch die Prävention der Krankheit ist schwierig. Mit Insektiziden behandelte Netze sind für viele arme Haushalte in Sambia praktisch nicht erschwinglich. Zusätzlich müssen die Innenwände der Gebäude mit Insektiziden eingesprüht werden. Andere Maßnahmen schließen eine Kontrolle der Sumpfgebiete ein, in denen sich die Moskitos fortpflanzen.
Wenn diese Präventionsmaßnahmen versagen, ist eine sofortige und effektive Behandlung der betroffenen Personen notwendig, damit wertvolle Zeit im Kampf gegen den Parasiten nicht verloren geht. Problematisch dabei ist, dass die Familien die Symptome der erkrankten Kinder nicht erkennen oder Hilfe zuerst in alternativen, traditionellen Behandlungen der indigenen Heiler suchen.
Das Dorf Kazembe liegt abgeschieden im nördlichen Sambia und bietet mit seinen Marschlandschaften in der Umgebung sehr gute Voraussetzungen für die Ausbreitung von Moskitos. Deswegen haben wir das Waisenhaus mit neuen Moskitonetzen ausgestattet, die einen wichtigen Beitrag für die Prävention der Malaria darstellen. Auf diesem Weg minimieren wir das Infektionsrisiko für Kinder und Angestellte und schützen somit das Leben der Kinder in unserem Partnerprojekt. |
Die neuen Moskitonetze in einem der Schlafzimmer der Kinder. |
