Raise a Smile: Muzanga Schulprojekt
Die bestehenden Projekte, die von uns unterstützt werden, leisten sehr gute Arbeit. Sie helfen genau dort, wo Hilfe am meisten benötigt wird. Die Ideen der Personen haben uns beeindruckt. Wir wollen daher auch etwas Eigenes gründen. Dazu haben wir lange überlegt, in welchem Bereich wir am Besten helfen können. Dabei sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass der wichtigste Baustein auf dem Weg zu verbesserten Lebensumständen Bildung ist und haben daher entschieden, eine Schule zu bauen. Diese wird zusätzlich noch ein Internat bzw. Waisenhaus miteinschließen, für Kinder, die keine Familie mehr haben.
In Sambia konnten wir beobachten, dass Schulen, die von ärmeren Kindern besucht werden, oft ein deutlich schlechteres Niveau haben, als die Schulen der bessergestellten Kinder. Ärmere Kinder erhalten so, auch wenn sie zur Schule gehen können, eine schlechtere Bildung. Betrachtet man auch noch die Tatsache, dass viele Kinder aus armen Verhältnissen garnicht zur Schule gehen, da das Geld zum Bezahlen der Schulgebühren und der benötigten Materialien, wie Schuluniform und Bücher, fehlt, werden die schlechten Zunkunftschancen der Kinder deutlich.
Unsere Idee ist es, mit einer eigenen Schule unterpriviligierten Kindern eine qualifizierte Schulausbildung zu geben. Dabei sollen in insgesamt 12 Klassen mehr als nur grundlegende Kenntnisse in Rechnen, Lesen und Schreiben vermittelt werden. Lehrplanoptionen werden derzeit erarbeitet. Die Schule wird sich am westlichen Standard deutscher und englischer Schulen orientieren, vor allem im Bereich der Naturwissenschaften. Dabei wird jedoch großer Wert darauf gelegt, dass ein westliches Schulsystem nicht nur kopiert wird. Vielmehr wollen wir ein höheres Bildungsniveau erreichen, , welches jedoch stark mit der sambischen Kultur und den lokalen Gegebenheiten verknüpft sein wird. Ein Aufdrücken westlicher Standards alleine, ist unserer Meinung nach der falsche Weg. Die Ausbildung von sambischen Bezugspersonen, in Form von Lehrkörpern und Betreuern, ist wichtig, um die Indentität mit der eigenen Kultur zu ermöglichen. Es wird während der gesammten Ausbildung großer Wert auf die Förderung von Selbstständigkeit beim Herausarbeiten von Lösungsansätzen und der Herangehensweise für unbekannte Aufgabenstellungen gelegt. Auch wird das Arbeiten in Gruppen einen großen Raum einnehmen. Wir werden versuchen, möglichst vielen Voluntären die Möglichkeit zu geben z.B. im Rahmen eines Praktikums für eine gewisse Zeit im Muzanga Schulprojekt zu arbeiten. Auch ermöglichen uns Voluntäre einen regelmäßigen Austausch von Fachwissen, dass zum Beispiel durch Studenten und Fachkräfte möglich ist.
Die Schule soll sich selbst versorgen können, was durch den Anbau von Feldfrüchten und das Halten von Tieren, wie Ziegen und Hühnern, möglich sein soll. Dabei werden wir versuchen, uns soweit wie möglich von Fachkräften anleiten zu lassen. So soll sichergestellt werden, dass die Selbstversorgung von Anfang an richtig durchgeführt wird. Wir legen dabei Wert auf nachhaltigen ökologischen Anbau. Raise a Smile teilt somit die Meinung vieler Fachleute, dass nachhaltiger ökologischer Anbau der Anbau der Zukunft ist und dass sich durch Einhaltung bestimmter Richtlinien eine Nahrungsversorgung sicherstellen lässt, ohne auf gentechnisch verändertes Saatgut oder Unmengen von teuren Spritzmitteln zurückgreifen zu müssen. Ein erster Wissensaustausch findet bereits statt. Dieser soll in der nahen Zunkunft aber noch stark ausgebaut werden. Wir suchen derzeit Kooperations-partner, die unser Projekt wissenschaftlich und finanziell unterstützen möchten.
Das Projekt ist nachhaltig angelegt. Geplant ist von Anfang an lokale Fachkräfte auszubilden. Das betrifft sowohl Lehrkräfte und Betreuer, als auch Personal, wie Farmhelfer oder Handwerker, die beim Bau involviert werden. Zusätzlich haben bereits gute Kontakte in Sambia, die uns beratend zur Seite stehen, damit wir uns gut in die lokalen Gegebenheiten eingliedern können.
Die Finanzierung ist derzeit noch in Planung. Der Start der Schule und die Anfangsphase sollen aus Spendengeldern finanziert werden. Wir recherchieren derzeit, um eine ungefähre Kostenaufstellung und somit Zahlen zu erhalten, mit denen wir arbeiten können. Projekte sollen sich aber nicht nur am Anfang durch fremde Unterstützung, sondern auch die Jahre danach noch gut finanzieren lassen. Es werden daher derzeit mehrere Möglichkeiten durchgeplant, wie sich ein solches Projekt längerfristig tragen kann. Dazu gibt es z.B. verschiedene Möglichkeiten über den Verkauf unterschiedlicher Produktionsmittel Geld zu erwirtschaften. Ideen, wie sich Güter verkaufen lassen und welche es konkret sein sollen, haben wir viele. Derzeit wird die Finanzierbarkeit der einzelnen Vorschläge noch überprüft. Wir halten Euch aber auf dem Laufenden, sobald sich die Lage ändert und wir die Vorschläge präzisieren. Falls jemand ganz konkrete Ideen hat, freuen wir uns sehr, wenn ihr am Entstehungsprozess teilhaben wollt. Bitte kontaktiert uns über diese Homepage. Wir möchten langfristig mit deutschen Schulen Kooperationsprojekte aufbauen und so die Beziehungen enger verknüpfen. Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Der Schau dich um! – Wettbewerb und Basare sind eine Möglichkeit. AGs und später vielleicht einmal ein Besuch in Sambia wären andere Ideen.
Generell steckt das Muzanga Schulprojekt noch in einer frühen Planungsphase. Neuigkeiten werden wir auf der Homepage oder in unserem Newsletter veröffentlichen.